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Loschwitz - ein Stadtteil von Dresden |
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Ludwig RichterEinleitung | Lebensdaten | Werk + Wirkung | Standort Vergleichende Bildbetrachtung: (mit Kompositionsskizzen) Ergebnis von Wanderungen,
auf denen Ludwig Richter die Schönheit seiner Heimat
entdeckte, sind drei seiner besten Gemälde: "Der
Brautzug im Frühling", die "Überfahrt über
die Elbe am Schreckenstein bei Aussig" und die
"Böhmische Hirtenlandschaft". Aus dem Dunkel des Waldes
tritt ein "Brautzug" hervor. Das volle
Sonnenlicht fällt auf das voranschreitende Brautpaar.
Die Stämme der alten Eichen erinnern an die Säulen
eines Kirchenportals. Blumenstreuende Kinder sind dem Zug
vorangeeilt. Von Ferne schwenkt ein Hirt fröhlich
grüßend seinen Hut, und ein Liebespaar am Wiesenrand
schaut träumend zu den Jungvermählten hinüber. Selbst
ein Rudel Rehe verharrt am Waldesrand, und ein
Taubenpärchen begleitet in den Lüften den Brautzug. Die
ganze Szene ist ein Sinnbild des Friedens, der Eintracht
und des stillen Glücks, erzählt und gemalt wie ein
Märchen aus alten Zeiten. Eine ähnliche Stimmung
herrscht bei der "Überfahrt am
Schreckenstein". Ein Fährboot setzt in der
Abenddämmerung über die Elbe. Richter schildert dieses
alltägliche Erlebnis in seinen Erinnerungen und erzählt
von einem alten Harfner, der so arm war, daß er die
Überfahrt nicht bezahlen konnte und dafür ein paar
Lieder auf der Harfe spielte. Für Richter wird dieser
alte Mann zu einem weisen Sänger, der die Vergangenheit
preist. Ihm zu Füßen spielt sorglos ein Kind. Zwei
Wanderburschen sind im Boot. Der eine lauscht in Gedanken
versunken dem Lied des Alten, der andere stützt sich auf
seinen Wanderstab und blickt zur dunklen Burgruine
hinaus. In der Mitte des Fährbootes sitzt eng
umschlungen ein Liebespaar, gelassen zieht der alte
Fährmann das Ruder durchs Wasser. Tiefste Stille
herrscht ringsum, selbst der alte Harfner scheint lautlos
zu spielen. Von der Geschlossenheit des farblichen Aufbaus und der Frische des Kolorits lebt die "Böhmische Hirtenlandschaft". Wie so häufig in Richters Bildern legt sich eine Geländeerhebung im Mittelgrund vor den Blick und gibt nur seitlich ein Stück Ferne frei. Die prächtig gemalte, hügelbekrönende Baumgruppe steht als dunkle Masse vor dem hellen Himmel. Die atmospärische Stimmung nach dem Regenguß ist überzeugend wiedergegeben. Zwischen die Schatten der abziehenden Wolken zeichnet die durchbrechende Sonne glänzende Lichtbahnen über die Fluren. Und auch hier wieder gibt die Gruppe von Menschen und Tieren, die den Bach im Vordergrund überschreiten, der Landschaft Leben und Beseelung. Die Lichtführung im Bild betont die Diagonale der Komposition und zieht den Blick mit den Hirten und Schafen hin zu weidenden Kühen. Nicht weit von ihnen beginnt sich ein Regenbogen zu bilden. Durch den einheitlichen Aufbau geht von dem Gemälde ebenfalls eine beruhigende Wirkung aus. Der angeschwollene Bach gleicht jedoch einem Wildwasser und eine frische Brise weht den Rauch des Hirtenfeuers hinweg. Demnächst hier eine Begegnung der Künste: "Morgen bei Palästrina" |
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Zuletzt
aktualisiert: September 2002 |
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